Aufzuchtfutter

Um gesunde und starke Junge groß zu ziehen, ist ein Aufzuchtfutter unumgänglich. Besonders in Zeiten der Jungenaufzucht ist eine eiweißhältigere Ernährung wichtig. Eiweiße (Proteine) bestehen aus Aminosäuren. Jene sind für den Aufbau und Erhalt der Muskulatur und Organe zuständig. Proteine sind wachstumsfördernd, und sozusagen ein Aufbaustoff und Energiespender.

Eiweiße sind auch im normalen Körnerfutter vorhanden, jedoch für die Aufzucht ist dieser Anteil zu niedrig, deshalb sollte man Aufzuchtfutter seperat anbieten. Um Vögel auf ein Aufzuchtfutter zu gewöhnen, gebe ich es den eingebauerten Vögeln alle 2 Tage ca. 2 Wochen lang. Nach Ablauf dieser 2 Wochen reiche ich meinen Tieren eine Nistgelegenheit. Nun verabreiche ich Aufzuchtfutter in kleiner Menge täglich, und mische Weizenkeimöl unter - Weizenkeimöl ist brutfördernd, da es einen relativ hohen Vitamin-E-Anteil (Fruchtbarkeitsvitamin) hat. Nach ca. 1-2 Wochen beginnen harmonierende Paare "normalerweise" mit der Eiablage. Wichtig: Ich gebe Aufzuchtfutter bis zur Ablage des letzten Ei - Hennen legen durch das größere Eiweißangebot größere, und vollere Gelege. Danach Aufzuchtfutter absetzten, und erst 2 Tage vor Brutbeginn wieder verabreichen. Wenn man nämlich die Brutzeit durch Aufzuchtfutter verabreicht, kann es zu einer Schachtelbrut (dh. die Henne legt ein neues Gelege dazu) kommen. Mein Aufzuchtfutter besteht aus:

geriebenen Karotten,

Keimfutter,

gerebelten Fenchel,

 

Eifutter, Insektenschrot, Garnelen, Getreideflocken,

einem Mineralstoffpräperat, Lebertran oder Weizenkeimöl - und im Wechsel Bierhefe, Reiskleie oder eine Kräutermischung.

Lebendfutter wie z.B. Mehlwürmer, Buffalos, Pinkies oder Ameisenpuppen sind für die Zucht von domestizierten Exoten nicht erforderlich - Ich bin sogar der Meinung dass die Fütterung von tierischen Eiweißen den dom. Prachtfinken schadet, zumal sie enorm Fett ansetzten lässt und zu Leberschäden führen kann. Lebertran enthält ein hohes Potential an Vitamin D (sollte jedoch nur in kleinsten Mengen beigemengt werden und stets kühl gelagert werden) - es wirkt wachstumsfördernd, steigert die Leistungsfähigkeit, und bewirkt dass der Vogelkörper mit Mineralien versorgt wird, dh. Vitamin D wirkt wie ein "Zug" im Vogelkörper. Im übrigen regt UV-Licht die Bildung von Vitamin D an. Weizenkeimöl regt die Keimdrüsen an, und verbessert die Fruchtbarkeit. Bierhefe und Reiskleie fördern aufgrund des hohen Vitamin B Anteiles den gesamten Stoffwechsel, wirken sich auf das Wachstum aus, und stärken den Muskelaufbau. Die Kräutermischung verbessert die Darmtätigkeit und erhöht die Widerstandskraft. Hundeflocken haben einen hohen Anteil an Cerealien.

Ich gebe zum Aufzuchtfutter kein Wasser, da es aufgrund des Karotten- und Keimfutteranteiles genug Feuchtigkeit beinhaltet. Das Aufzuchtfutter sollte also feuchtkrümelig und auf keinem Fall patzig sein, denn sonst wird es von den Tieren nicht gefressen.

Achtung: Wenn du weiße Vögel züchtest gebe keine Karotten, da sich das Charothin während der Gefiederbildung im Gefieder ablagert - es lässt Jungtiere orange wirken und macht auf der Ausstellung kein gutes Bild. Karotten färben jedoch die Cremefarbige Zeichnung der Falben Japanische Mövchen wunderbar ;-) ...


 

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