Körnerfutter

Der Hauptnahrungsbestandteil eines jeden Vogels besteht aus dem Körnerfutter - Im Handel werden unzählige Mischungen angeboten. Ich passe die Mischungen die ich verabreiche immer an die Vögel an, und bin auch der Meinung, dass Abwechslung wichtig ist - wohl wissend dass es Züchter gibt die behaupten dass eine Futterumstellung zur Brutaufgabe führen kann. Ich habe die Erfahrung gemacht dass Futter-Abwechslung, speziell in der Kombination verschiedener Saaten die Fresslust steigern kann, und sowohl auch den Fütterungsreiz gegenüber den Jungen steigern kann. Das Futter wird bei mir auch nie zu 100 % umgekrempelt - im Gegenteil, die Grundsämereien wie Senegalhirse, Gelbhirse, Platahirse, Rothirse oder Mannahirse sind immer dabei, nur die zusätzlichen Sämereien wechseln - je nach Beanspruchung des Vogels.

Ich mische das Reisfinkenfutter immer selbst aus Einzelsaaten. Meine Reisfinkenmischung beinhaltet größere Sämereien, da auch der Schnabel des Reisfinken für größere Sämereien ausgelegt ist. Anbei Meine Reisfinkenmischung:



1/3 Exotenmischfutter


1/3 Paddyreis


1/3 der folgenden Mischung bestehend aus:



1/6 Kardi
 


1/6 Hanf
 


1/6 Weizen
 


1/6 Naturreis
 
 

1/6 Weißhirse (Silberhirse)


1/6 Glanzsamen
 


Viele Züchter machen den Fehler, dass sie ihren Reisfinken eine zu kleinkörnige Sämereienmischung anbieten. Bei großkörnigeren Mischungen hat man den Vorteil, dass Reisfinken schneller satt werden, und schließlich auch Ihre Jungen öfters und mehr füttern. Eine solche Fütterung kann auch dazu führen, das mehrere Junge "hochkommen". Tipp: Bei Schlupfterminen NIE Salat oder anderes Grünzeug verfüttern - die Vogeleltern laben sich dann nur am Salat, verfüttern es an die Jungen weiter und die Jungen sterben mit vollem Kropf, da Salat fast kein Eiweiß beinhaltet. Wer etwas Geld sparen will und nicht alle Einzelsaaten extra kaufen will, kauft eine Neophema oder Agapornidenmischung - jene sind von der Zusammenstellung meiner Mischung ähnlich.

 

Hier meine Zebrafinken/Mövchenmischung
bestehend aus:

Senegalhirse
Platahirse
Glanzsamen
Weißhirse (Silberhirse)
Gelbhirse
Rothirse
Japanhirse
Mannahirse und
Negersaat.
   

Im Vergleich die etwas gröbere und großsämigere Reisfinkenmischung.
   
Speziell während der Jungenaufzucht und zur Jungtierfütterung darf Rothirse auf keinem Fall fehlen. Tipp: Speziell junge und unerfahrene Zuchtvögel sind anfällig ihr erstes Gelege zu vernachlässigen - deshalb biete  ich einige Tage vor bzw. bis einige Tag nach Schlupf "reichlich" Rothirse an - das hat den Vorteil, dass die Tiere sich wörtlich gesagt: "an der Hirse anfressen" und danach einen Fütterungsdrang verspüren und ihre Jungen eher füttern.


 

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