Haltung
Domestizierte Prachtfinken sind in der Haltung relativ anspruchslos und genügsam. Zebrafinken sollte man stets paarweise halten, und Japanische Mövchen in größeren Kolonien. Wenn man Mövchen in Zebrafinkenvolieren einsetzt, hat man den Vorteil dass sie ihr ruhiges Temperament auf die Zebrafinken übertragen. Reisfinken sind leider recht aggressiv, und deshalb halte ich sie außerhalb der Zucht nach Geschlechtern getrennt.
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Während der Zucht verwende ich Zuchtboxen mit den Maßen 60x40x40 cm bzw. 80x50x50 cm, und außerhalb der Zucht halte ich meine Vögel in Volieren. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Prachtfinken in Zuchtboxen bereitwilliger zur Brut schreiten als in Volieren, da sie sich geborgener fühlen. |
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Ich verwende bei meinen
Zuchtboxen Trennungen, die ich herausnehmen kann. Ich habe dann Boxen die
ich auch als Absetzboxen verwenden kann. Außerdem verwende ich Kotladen aus
Kunststoff welche, leicht zu reinigen und sehr hygienisch sind. Buchenwippen
verhindern beim Herausnehmen der Kotlade das Entkommen von Vögeln. |
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Licht spielt bei der
Prachtfinkenzucht eine sehr bedeutende Rolle. Sonnenlicht beinhaltet
UV-Strahlen, welche im Vogelkörper Vitamin-D frei werden läßt, deshalb
verwende ich in meinem Zuchtraum zwei 58 Watt Leuchtstoffbalken. Bei einer
Röhre handelt es sich um eine Reptilienröhre welche einen relativ hohen
Tageslichtanteil hat. Problem: UV-Licht verfälscht die Farben, deshalb
kombiniere ich die Reptilienröhre mit einer normalen "warmen" Leuchtstoffröhre.
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Speziell während der Zucht
kommt es im Zuchtraum zu einer verstärkten Staubentwicklung. Jungtiere
werden flügge und probieren erste Flugversuche. Die Luft wird dadurch mit
Staub enorm belastet - häufig sind Atembeschwerden und Luftsackmilben die
Folge. Um dieses Risiko zu minimieren, verwende ich einen Ionisator welcher
den mikroskopisch feinen Staub vernichtet und schädliche Keime wie Viren und
Bakterien beseitigt. Weiteres werden unangenehme Gerüche wirkungsvoll
beseitigt. Ionisatoren produzieren negative Ionen. Der Grund ist, dass
negative Ionen (negativ geladene Luftmoleküle) sich wie Magneten verhalten,
die sich gern an Gegenständen erden - in diesem Fall am Ionisator. Der
mikroskopisch feine Staub wird aus der Luft gebunden und setzt sich ab. |
Ich verwende in meinem Zuchtraum grundsätzlich kein Einstreu sondern jediglich Zeitungspapier. Zeitungspapier hat den Vorteil dass es leicht austauschbar ist, keine Staubentwicklung bewirkt und noch dazu billig ist. Die Vögel die Zeitung ohnehin nicht anknabbern ist dies vom gesundheitlichen Aspekt unbedenklich.
Domestizierte Prachtfinken sind außerdem recht hart und ausdauernd. Man könnte sie auch ganzjährig im Freien in einer Freivoliere mit Schutzraum halten. Ich halte meine Vögel jedoch ganzjährig bei einer Temperatur zwischen 17 und 23 Grad. Im Winter verwende ich in meinem isolierten Zuchtraum eine elektrische Heizung.