Reisfinken

Der Reisfink (Reisamadine) oder Java Finch (Java) - wie er von den Engländern und Amerikaner gerne genannt wird stammt ursprünglich aus Java und Bali, ist mittlerweile aber auch über weite Teile Südostasiens verbreitet. Später wurde er auch an der Küste Ostafrikas und auf St. Helena eingebürgert. Reisfinken haben eine Länge von 14 cm, und eine Lebenserwartung von ca. 7 Jahren. Der weiße Reisfink hat eine lange Geschichte, und wurde womöglich bereits vor 400 Jahren in China und Japan gezüchtet. Die Falbe Mutation tauchte zum ersten Mal in den späten 50-er Jahren bei einem Züchter in Adelaide, Australien auf und erfreut sich inzwischen weltweit größter Beliebtheit. Der wuchtige und kräftige Schnabel erlaubt es dem Reisfinken, größere Körner zu enthülsen als die anderen Prachtfinken.

Außerhalb der Brutzeit ist der Reisfink recht harmlos und friedlich, und kann auch problemlos mit anderen Prachtfinken vergesellschaftet werden, jedoch während der Brutzeit kann er zum bösartigen Nesträuber werden. Deshalb sollte man ihn paarweise in Zuchtboxen züchten, oder in einer geräumigen Voliere unterbringen. Gelege umfassen zwischen 5-8 Eier und die Brutdauer beträgt zwischen 13-15 Tage - Nestlingszeit vier Wochen. Junge Reisfinken haben einen Schwarzen Schnabel und schwarze Augen - bei der weißen Form ist der Schnabel rosa.

Die Geschlechtsunterscheidung bei Reisfinken ist zum Teil recht schwierig. Das sicherste Indiz ist wohl der Balzgesang des Hahnes. Hähne sind meist von der Farbgebung intensiver, haben einen breiteren Augenring und eine andere Schnabelform. Links zu sehen der Unterschnabel eines Hahnes. Im Gegensatz zum Hennenunterschnabel Rechts, hat der Hahn einen an der Schnabelwurzel wulstigeren, kürzeren und meist farblich intensiveren Schnabel als die Henne.
Links zu sehen ein Hahnenoberschnabel im Vergleich zu einem Hennenoberschnabel rechts. Der Hahnenschnabel hat einen breiteren Ansatz und ist wie man sieht auch farblich intensiver. Hennenschnäbel wirken dünn und allgemein heller. Mausernde Vögel haben immer einen helleren Schnabel und wirken deshalb wie Hennen - Vorsicht ist deshalb geboten wenn man mausernde Tiere im Glauben eine Henne gekauft zu haben kauft.

Ich züchte jährlich mit ca. 15 Paaren Reisfinken zwischen 70 - 80 Jungtiere in zahlreichen Mutationen.

Anbei die Farbenschläge die von mir gezüchtet werden:

<<< Schecke Grau
 


 

Grau >>>

<<< Silbergrau
 


 

Pastellgrau >>>

<<< Falbe


 


 

Weiss >>>

 

Der Reisfink ist grundsätzlich ein sehr robuster, und vor allem fruchtbarer Vogel - ideal geeignet für Anfänger. Was den Reisfink auch so beliebt macht ist sein makelloses Gefieder, und sein wunderschöner Balzgesang.