Zucht
Domestizierte Prachtfinken schreiten unter "normalen" Bedingungen relativ bereitwillig und rasch zur Brut. Man sollte jedoch vor Brutbeginn die Paare auf die Zucht vorbereiten. Ich bauere die Zuchttiere deshalb meist 4 Wochen vor Brutbeginn ein. In diesen 4 Wochen habe ich Zeit um nicht harmonierende Paare zu trennen, bzw. den Vogel auf die bevorstehende Zucht einzustellen, durch bereitstellen eines größeren Mineralienangebots. Speziell der Körper der Henne wird bei der Brut extrem beansprucht, und deshalb muss das Mineralienangebot optimal gewährleistet sein.
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Ab dem 3-4 Ei beginnt das Paar das Gelege
abwechselnd zu bebrüten. Die Brutdauer dauert bei Reisfinken und Zebrafinken
zwischen 13 und 14 Tagen und bei Japanischen Mövchen zwischen 12 und 13 Tagen.
Domestizierte Prachtfinken legen im Schnitt zwischen 5 und 8 Eier. Nach dem
Schlupf werden die Jungtiere abwechselnd von ihren Eltern gefüttert. |
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Während Zebrafinken bereits nach 3 Wochen das Nest verlassen, bleiben Reisfinken ca. 1 Monat im Nest. Wenn die Jungtiere selbständig werden, setzte ich sie in eine geräumige Absetzbox, in der sie erstmals lernen selbständig zu werden. Meistens gebe ich zu einer Jungtiergruppe ein erfahrenes Alttier hinzu welches die Jungen anlernt. Ein Monat später gebe ich die Jungtiere in eine geräumige Jungtiervoliere ins Freie, welche als Sommerresidenz dient. Hier haben die Jungen nun Zeit zum umfärben, wachsen und adult werden. Die natürliche Sonne, frische Luft und tägliches Badewasser beschleunigen den Mauservorgang. |
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Man sollte junge Prachtfinken die inmitten des Gefiederwechsels stehen auf keinen Fall umsiedeln, denn durch die veränderten Umgebungsbedingungen besteht die Gefahr das die Tiere in der Mauser regelrecht stecken bleiben (Stockmauser) und ihr adultes Gefieder erst nach 1 bis 1 1/2 Jahren erreichen, nämlich bei der nächsten Mauser. |